
Bis Abisko – Ein Monat zwischen Sommer und Winter
Bis Abisko – Ein Monat zwischen Sommer und Winter
30. April bis 26. Mai 2026 – von Trelleborg bis Luleå, weiter nach Abisko und zurück durch das schwedische Fjäll.
Nach zwei Schwedenreisen hatten wir eine Ahnung davon, was uns im Norden erwartete.
Aber unsere dritte Reise sollte alles bisher Erlebte übertreffen.
Wir hatten fast einen ganzen Monat Zeit.
Und diesmal wollten wir richtig weit nach Norden.
Unser Ziel: Abisko.
Die Ostküste hinauf
Am 30. April ging es los.
Wir fuhren mit der Fähre nach Schweden und machten uns anschließend auf den Weg entlang der Ostküste.
Immer weiter nach Norden.
Durch Städte und kleine Orte.
Entlang von Seen.
Durch Wälder.
Vorbei an Landschaften, die sich mit jedem Kilometer veränderten.
Wir besuchten Messerläden, Jagdshops und Outdoor-Geschäfte und entdeckten dabei immer wieder Dinge, die wir aus Deutschland so nicht kannten.
Schweden wurde für uns längst mehr als ein Urlaubsziel.
Wir begannen, das Land aus einer anderen Perspektive kennenzulernen.
Luleå – und dann noch weiter
Wir fuhren bis nach Luleå.
Doch unser eigentliches Ziel lag noch weiter nördlich.
Also ging es weiter Richtung Abisko.
Je höher wir kamen, desto stärker veränderte sich die Landschaft.
Und irgendwann wurde klar:
Der Winter war hier noch lange nicht vorbei.
Abisko im Eis
Was wir dann erleben durften, war einer dieser Momente, die man wahrscheinlich sein ganzes Leben nicht vergisst.
Wir kamen in eine Welt aus Schnee und Eis.
Und gleichzeitig zeigte das Thermometer ungefähr acht Grad.
Es war frisch.
Kühl.
Klar.
Und wunderschön.
Wir konnten draußen sogar im T-Shirt stehen und diese besondere nordische Luft genießen.
Und dann kam die Nacht.
Oder besser gesagt:
die Nacht, die keine richtige Nacht mehr war.
Wir erlebten die helle Zeit des hohen Nordens und standen nachts gegen halb eins draußen.
Um uns herum Eiswelten und Schnee.
Über uns ein heller Himmel.
Es war schwer zu glauben, dass es mitten in der Nacht war.
Die Mitternachtssonne machte aus der Zeit etwas völlig anderes.
Je weiter nach Norden, desto schwieriger
Aber die Reise zeigte uns auch eine andere Seite.
Je weiter wir nach Norden kamen, desto schwieriger wurde es, schöne und passende Plätze für unser Wohnmobil zu finden.
Die Landschaft war beeindruckend.
Doch die Suche nach einem geeigneten Übernachtungsplatz wurde anspruchsvoller.
Man musste genauer planen.
Und gleichzeitig flexibel bleiben.
Denn genau das gehört für uns zum Wohnmobilreisen dazu:
Nicht jeder Tag läuft nach Plan.
Zwischen Sommer und Winter
In diesem Monat erlebten wir Temperaturen zwischen ungefähr +27 °C und –8 °C.
Das ist eine Spannweite, auf die man erst einmal vorbereitet sein muss.
Wir waren es nicht vollständig.
Also hieß es:
Nachkaufen.
Nachrüsten.
Anpassen.
Und lernen.
Denn Schweden zeigte uns wieder einmal, dass man im Norden innerhalb weniger Tage mehrere Jahreszeiten erleben kann.
Unser Raketenofen-Fund
Ein besonderes kleines Highlight war die Entdeckung eines Raketenofens.
Wir hatten so etwas in Schweden zum ersten Mal bewusst gesehen und waren sofort begeistert.
Denn Feuer gehört für uns inzwischen ganz selbstverständlich zu unseren Reisen.
Und gerade wenn draußen die Temperaturen sinken, wird Wärme plötzlich zu etwas ganz Besonderem.
Noch schöner wurde es weiter oben im Norden.
Dort fanden wir eine kleine Hütte mit einem eigenen Ofen und bereits vorhandenem Feuerholz.
Wir konnten Feuer machen, uns aufwärmen und in der warmen Hütte gemeinsam essen.
Draußen Winter.
Drinnen Feuer.
Genau diese Gegensätze machen den Norden für uns so besonders.
Minus acht Grad und Schneesturm
Auf der Rückreise wollten wir wieder Richtung Dalsdalen.
Wir fuhren über Särna und Idre und kamen damit sehr nah an die norwegische Grenze.
Bei Stöten Camping machten wir Halt.
Und dann zeigte Schweden noch einmal, was Wetter im Norden bedeuten kann.
In der Nacht fielen die Temperaturen auf ungefähr –8 °C.
Dazu kam ein Schneesturm.
Wir saßen im Wohnmobil und waren froh über jede Möglichkeit, es warm und gemütlich zu haben.
Nach einem Monat zwischen Frühling, Sommer, Winter, Schnee, Eis und Sonne war dieser Abend fast schon das perfekte Ende unseres Nordabenteuers.
Der Weg zurück
Von dort ging es wieder weiter Richtung Süden.
Wir fuhren ein Stück durch das Landesinnere, vorbei an Seen und durch Landschaften, die uns inzwischen fast vertraut vorkamen.
Doch auch auf dem Rückweg entdeckten wir neue Orte.
Neue Straßen.
Neue Seen.
Neue Lieblingsplätze.
Irgendwann erreichten wir wieder Trelleborg.
Die Fähre wartete.
Und damit war unsere bisher längste Schwedenreise vorbei.
Ein Monat, den wir nicht vergessen werden
Vom 30. April bis zum 26. Mai.
Von ungefähr +27 °C bis –8 °C.
Von Frühling bis Winter.
Von Trelleborg über die Ostküste bis Luleå und Abisko – und über das Landesinnere wieder zurück.
Wir haben unglaublich viel gesehen.
Aber das Wichtigste waren nicht die Kilometer.
Es waren die Momente.
Die Mitternachtssonne.
Das Eis.
Die Feuer.
Die Hütte.
Der Schneesturm.
Die Seen.
Die Ruhe.
Die gemeinsamen Abende.
Und das Gefühl, gemeinsam unterwegs zu sein.
Unsere dritte Schwedenreise hat uns gezeigt, dass wir noch lange nicht alles gesehen haben.
Im Gegenteil.
Je weiter wir nach Norden kamen, desto größer wurde die Sehnsucht nach dem nächsten Abenteuer.
Schweden ist für uns längst kein Reiseziel mehr.
Es ist ein Teil unserer Geschichte geworden.